Die Sache mit dem Babyschlaf

Schlaf? Was is’n das? Nein, nein, so schlimm ist es wirklich nicht bei uns!

Mit dem Babyschlaf ist das so eine Sache. Es gibt viele viele Phasen, die aufeinander folgen und einen hoffen lassen, dass sie entweder bald wieder vorübergehen oder aber doch ein bisschen länger anhalten. Aktuell ist bei uns die „ich schlafe nur bei/auf/an Mama“-Phase angesagt. Eigentlich beinahe schon seit Geburt. Ich muss aber dazu sagen, dass es eine gute Zeit lang möglich war, das Baby in den Schlaf zu wiegen und es dann in sein Bettchen zu legen. So hatten wir zumindest bis morgens 4 Uhr (stillfreien) Schlaf und Ruhe.

Es gab auch eine Phase, in der man das Baby iiiirgendwo ablegen konnte und es schlief ganz von selbst ein und weiter. Davon träume ich heute noch! Weiterlesen

Das Baby lernt essen

Schon gut sechs Monate ist es nun bei uns, das Karatebaby. Und auch wenn es bewegungstechnisch nicht wirklich voran geht (wir haben ja die Theorie, dass es da ganz nach dem Papa im Babyalter kommt), so findet es doch unsere Mahlzeiten sehr interessant. Immer wieder greift es nach Essen/Teller/Gabel/Löffel/etc. auf dem Tisch oder schaut interessiert zu, wenn wir uns etwas in den Mund stecken.

Time to start B(r)eikost, dachte ich mir. Dünste also Fenchel und Karotte, püriere, fülle ab und gefriere. Ich hatte mir zwar das (schöne und nützliche) Breifrei-Kochbuch zugelegt und auch drin gelesen, war aber bei dem Gedanken Baby und feste Nahrung irgendwie doch ein wenig hin und her gerissen. Also erstmal Brei. Nun ja, das ging… gar nicht. Das Baby ist kein Breiesser, nicht mittags und nicht abends. Nicht selbstgemacht und auch nicht aus dem Gläschen. Nicht Bio und nicht unBio. Außer wir aßen Brei. Grießbrei nämlich oder den morgendlichen Haferschleim. Dann war das auch für’s Baby akzeptabel. Nur dann.

Also koche ich mal nach dem Breifrei-Kochbuch, dachte ich. Vielleicht mag es das Baby ja. Aber würde ich es mögen? So ein geschmacksneutrales Kürbis-Curry ist ja auch nicht jederman Sache. Urgs. Als ich dann sah, was da alles so rein kommt – Kümmel, Cayenne, Ingwer, Zwiebeln, Salz und Kürbis natürlich – staunte ich nicht schlecht. Das geht also? Man lernt ja nie aus, auch mit dem vierten Kind nicht. Als ich dem Karatebaby später etwas anbot, ging das runter wie nichts. Ich aß das Gericht mit Reis, das Baby nahm’s pur. Es schmeckte sogar so gut, dass ich das Curry bereits nachkochen „musste“. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die anderen Rezepte im Buch Anklang finden. Sonst gibt es wohl auf ewig Kürbis-Curry.

Anfangs wurde nicht selbst gegessen, denn Sitzen ist bisher nur kurzzeitig mit elterlicher Unterstützung auf dem Schoß möglich gewesen. Ergo gab es Kürbis-Curry von Mama’s Löffel. Das ging gut. Seit wir das Babyset für den Hochstuhl haben, kann das Baby aber für kurze Zeit dort sitzen und auch mit den Händen das Essen erkunden und (theoretisch auch) in den Mund führen. Das geht besonders gut mit Süßkartoffel-Pommes (#protipp), dampfgegarter Brokkoli und anderem mehr oder weniger handfestem Gemüse. In den Mund gelangt davon meist eher wenig. Dafür wird der Tisch mit einer ordentlichen Massage verwöhnt. Dank der Mama vom Mupf am Main haben wir seit neustem nun auch Ganzoberkörperlätzchen, die zumindest einen Teil der Klamotten des Essneulings sauber halten. Stuhl, Fußboden und nähere Umgebung bleiben davon unberührt.

Und wie wird es weiter gehen? Ich werde weiterhin versuchen babygerechte Gerichte zu kochen (also nicht zu viel Salz, wenig bis kein Zucker, nicht zu scharf). Was nicht gerecht ist, wird dazu gemacht. Bisher gibt es nur mittags als „feste“ Beikostzeit. Ab und zu möchte das Baby aber auch dann nichts außer die gewohnte Muttermilch, was völlig in Ordnung ist. Und oft sind auch mal die anderen Mahlzeiten interessant, an denen dann von unserem Teller genascht und probiert werden darf. Apfel zum Beispiel stellte sich als gutes Zahnfleischmassage-Hilfsmittel heraus. Bei uns gibt es also keine festen Beikostzeiten. Gegessen wird, wenn dem Baby danach ist und was es gerade im Angebot gibt.

Und wie handhabt ihr das so? Gibt’s Brei oder breifreie Beikost? Vielleicht auch beides? Habt ihr feste Essenszeiten für die Kleinsten?

 

Mein schreckhaftes Kind

Du liegst neben mir auf der Couch und machst deinen Mittagschlaf. Ganz allein. Ich hab dich in den Schlaf gestillt, mich dann getraut, dich abzulegen. Und es hat geklappt, das tut es nicht immer. Nun schaue ich dir beim Schlafen zu, bin leise und versuche den Trubel deiner Geschwister abzuhalten. Deine Augen sind nicht ganz geschlossen, durch einen kleinen Spalt beobachtest du, was ich mache. Versicherst dich einige Minuten lang, ob ich auch ja nicht von deiner Seite weiche. Ganz natürlich ist dein Verhalten. Und ich gebe dir die Möglichkeit mir zu vertrauen. Ich beobachte, lausche, lächle. Und du fällst langsam in den tiefen Schlaf.

Wie gern würde ich mich zu dir kuscheln, auch eine Mütze voll Schlaf nehmen. Aber ich weiß, dass ich dann nachts Schwierigkeiten habe einzuschlafen. Auch wenn ich recht spät ins Bett gehe, auch wenn meine Nächte nicht mit viel Schlaf gesegnet sind.

Ich schaue dir weiter zu. Bis du nach kurzen 20-30 Minuten plötzlich aus dem Schlaf erwachst. Weinend, erschrocken, mit weit aufgerissenen Augen. Ich streiche über dein Gesicht, beruhige dich mit sanften Worten. Dann erst nehme ich dich vorsichtig auf und drücke dich an mich. Dein Weinen verstummt. Du hast mich wieder. Dabei war ich nie fort.

Du wachst nicht immer erschrocken auf. Oft wirst du wach, schaust dich um, entdeckst deine kleinen Hände zum zweihundertachtundzwanzigsten Mal und bestaunst, was sie schon können. Ich lasse dich, bis du nach mir rufst. Manchmal komme ich auch schon vorher zu dir und rede mit dir. Ab und zu erschreckst du dich, wenn du merkst, dass du nicht allein bist.

Auch sonst lassen ungewohnte Geräusche dich aufschrecken. Oft auch die gewohnten. Der Staubsauger ist kein Freund von dir. Benutzt man ihn, darfst du nicht im selben Raum sein. Und wenn doch, dann musst du gehalten werden. An den Kaffeeautomaten und seine komischen Laute hast du dich schon gewöhnt. Schreiende Kinder oder Erwachsene sind dir ein Graus und machen, dass dein kleines Herz ganz schnell pocht.

An Silvester warst du so gar nicht schreckhaft. Weder die Knallerei draußen auf der Straße, noch die grellen bunten Lichter haben dich unruhig werden lassen. Du hast kurz gespannt und erwartungsvoll aus dem Fenster geschaut.

Egal, wie sehr dich das Leben manchmal ängstigt, wir werden immer da sein, dich beschützen, dir Halt geben, dich lieben, mein schreckhaftes Kind. <3

„Ja, was hat es denn?“

Die meisten „neuen“ Mamas und Papas kennen es. Sie wissen es zu schätzen. Diese Sorge um das kleine Bündel Leben, welches gerade nicht allzu glücklich mit sich selbst oder der Situation, in der es sich befindet, ist. Dann hört man oft von vielen [auch fremden] Menschen „Och, was hat es denn?“ Aber was soll man auf diese Frage antworten? Weiterlesen

Was brauchen werdende Mamas eigentlich?

 

Zu dem Thema gibt es viele unterschiedliche persönliche und auch standardisierte Meinungen. Und ich habe beschlossen, meinen ganz persönlichen Senf ebenfalls dazu abzugeben. Da ich derzeit im 6. Monat schwanger bin, bietet sich das geradezu an.

Als allererstes brauche ich Zuneigung und Verständnis von meiner besseren Hälfte und weiteren mir nahe stehenden Personen, da die Emotionen während dieser Zeit einem stetigen Auf und Ab ausgesetzt sind. Mit „ach, kann doch nicht so schlimm sein“ ist es nämlich nicht getan. Man hat während einer Schwangerschaft mit einigen Dingen zu kämpfen. Sei es die morgendliche Übelkeit, die vergehen aber manchmal auch die gesamte Kugelzeit über anhalten kann, oder aber unangenehmes Sodbrennen. Weiterlesen