Die Sache mit dem Babyschlaf

Schlaf? Was is’n das? Nein, nein, so schlimm ist es wirklich nicht bei uns!

Mit dem Babyschlaf ist das so eine Sache. Es gibt viele viele Phasen, die aufeinander folgen und einen hoffen lassen, dass sie entweder bald wieder vorübergehen oder aber doch ein bisschen länger anhalten. Aktuell ist bei uns die „ich schlafe nur bei/auf/an Mama“-Phase angesagt. Eigentlich beinahe schon seit Geburt. Ich muss aber dazu sagen, dass es eine gute Zeit lang möglich war, das Baby in den Schlaf zu wiegen und es dann in sein Bettchen zu legen. So hatten wir zumindest bis morgens 4 Uhr (stillfreien) Schlaf und Ruhe.

Es gab auch eine Phase, in der man das Baby iiiirgendwo ablegen konnte und es schlief ganz von selbst ein und weiter. Davon träume ich heute noch!

Mamas kuscheliger Arm

Derzeit aber möchte der Winzling nur noch auf dem Arm (ein)schlafen. Ablegeversuche enden meist in weit aufgerissenen Augen des gerade eben noch tief und fest Schlummernden und anschließendem (lautstarken) Protest. Also wieder raus aus dem extra eingekuschelten Kuschelbettchen auf Mamas viel kuscheligeren Arm, der vor lauter Kuschelei schon total verschwitzt ist. Zurück ins Wohnzimmer, in Mamas Arm auf die Couch und seelenruhig weiterschlafen. Aha.

Foto by Pixabay

Zweiter Ablegeversuch. Übrigens: Versucht mal, mit schlafenden 9-Kilo-Glück auf den Armen von einer 40 cm hohen Couch hochzukommen! Das gibt Arsch- und Beinmuskeln, mein lieber Scholli! Aber das nur nebenbei. Jedenfalls…

Was darf’s sein, gnädige Frau?

Das Kind wurde erfolgreich in das elterliche Schlafzimmer transportiert, behutsam und ohne weitere Vorkommnisse in sein Bett gelegt. Ich schleiche auf Zehenspitzen aus dem Zimmer, schließe die Tür, schleiche mich ins Wohnzimmer (in dem gerade ein Film oder eine Serie läuft) und werfe mich erleichtert auf die Couch. Erstmal durchatmen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für einen kleinen Snack, denn schon bald wird das Baby wieder wach sein – in etwa einer Stunde, um genau zu sein. Apfel mit Erdnussmus, warmer Kakao, Quark? Was darf’s sein, gnädige Frau? Irgendwas findet sich und die nächsten 50 Minuten sind dem Snack, dem Mann und der Mattscheibe gewidmet.

Protest, Weinen, Glucksen. Das Babyphone berichtet. Ich springe auf, begebe mich in die Schlafgefilde und finde ein waches Baby vor. Kaum ist es in meinem Arm, ist es auch schon wieder im Schlafzustand. Ein bisschen Schuckeln und Wiegen und dann direkt der nächste Ablegeversuch. Manchmal braucht es nur das Wissen um die mütterliche Anwesenheit. Und ein bisschen Milchduft, oder so. Wenn das nicht hilft, gehen wir gemeinsam zurück auf die Couch. Schlafend oder stillend wird gekuschelt.

Angekuschelt an Mama schläft es sich doch am besten.

Der letzte Versuch, das Baby ins Bett zu legen, ist auch unser Gang zu Bett. Es ist Mitternacht. Ganz manchmal klappt dieser Versuch und beschert 1 Stunde Nachtschlaf. Sehr selten auch 3 oder 4. Aber DANN werde ich wache und wundere mich, warum der Winzling nicht neben mir liegt. Oft aber zieht er auch direkt mit zu uns ins Bett. Angekuschelt an Mama schläft es sich doch am besten, kennen wir ja schon. Wie man’s auch dreht und wendet, das Baby endet im elterlichen Bett, denn dort ist Stillen für Mama und Spross DIE Einschlafgarantie.

Und nach nicht so einfachen Nächten denke ich mir manchmal, ich sollte konsequenter sein und offensichtlich stillen, im Sitzen, nicht einschlafen, das Baby danach wieder ins Bett legen. Aber ganz ehrlich?! Das würde mir weniger Schlaf bringen, wäre also ganz entgegen unseren Bedürfnissen. Wer braucht schon ne unausgeschlafene Mama? Außerdem soll man doch die Kuschelzeit genießen, sie geht ja soooo schnell vorbei!

Je nach Laune und Bedürfnis.

Und wie ist das mit dem Vor- und Nachmittagsschlaf? Bei uns haben sich tatsächlich 2 Schläfchen eingependelt. Das Vormittagsschläfchen meistert das Baby meistens alleine, entweder in den Schlaf gestillt oder aber gekuschelt. Selten, wenn ich vom Anfang des Tages bereits geschafft bin, leg ich mich dazu. Die Frau ist nicht ausgelastet! Nachmittags sieht es ganz ähnlich aus, stillen, kuscheln oder Tragentuch. Je nach Laune und Bedürfnis. Der Schlaf pendelt sich dann bei 1 bis 2 Stunden ein. Ab und zu schnapp auch ich mir die Zeit am Nachmittag um ein Nickerchen zu halten. So ein Mutterleben raubt einem nämlich viel Energie.

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Wir sehen das mit dem Schlaf also ziemlich bedürfnisorientiert. Sowohl auf die Bedürfnisse des Kindes, als auch die der Eltern wird eingegangen. Das Kuschelbedürfnis des Papas muss vom Baby noch etwas mehr berücksichtigt werden, aber auch das bekommen wir hin. Und wie läuft das bei euch so? Wo schläft das Baby? Und wie schläft es?

Grüße von der Kuschelverwöhnten <3

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