Was brauchen werdende Mamas eigentlich?

 

Zu dem Thema gibt es viele unterschiedliche persönliche und auch standardisierte Meinungen. Und ich habe beschlossen, meinen ganz persönlichen Senf ebenfalls dazu abzugeben. Da ich derzeit im 6. Monat schwanger bin, bietet sich das geradezu an.

Als allererstes brauche ich Zuneigung und Verständnis von meiner besseren Hälfte und weiteren mir nahe stehenden Personen, da die Emotionen während dieser Zeit einem stetigen Auf und Ab ausgesetzt sind. Mit „ach, kann doch nicht so schlimm sein“ ist es nämlich nicht getan. Man hat während einer Schwangerschaft mit einigen Dingen zu kämpfen. Sei es die morgendliche Übelkeit, die vergehen aber manchmal auch die gesamte Kugelzeit über anhalten kann, oder aber unangenehmes Sodbrennen.

Gewichtszunahme ist auch eher die Regel und macht nicht immer das Beste mit unserer Psyche. Ja, wir tragen ein Kind in uns. Ja, das Mehr an Wasser und Blut und die Plazenta wiegen auch ein bisschen. All das ist uns tatsächlich bewusst. Aber wir werden auch an anderen Stellen voller und das gefällt uns nicht immer und wir fühlen uns vielleicht unwohl in unserer Haut. Wenn man dann einfach so angenommen wird, wie man ist, und nicht ständig darauf hingewiesen wird, ist das schon toll. 💚 Das gilt übrigens auch für die Zeit danach.

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag aber hauptsächlich über materielle Notwendigkeiten sprechen. Here we go.

Erstmal zur Kleidung. Mir persönlich reicht es, ein paar Leggings/Strumpfhosen (auch Umstandsleggings, wenn’s die ganz große Größe für den Bauch nicht mehr tut), Tops und Shirts im Schrank zu haben, die ich dann mit einem Hemd oder Cardigan kombinieren kann. Mama Tubes sind praktisch, wenn man die Tragedauer von Shirts verlängern möchte. Von denen hab ich mir erstmals 2 gegönnt. Auch Maxi-Kleider find ich toll, die kann man nämlich auch im schwangeren Zustand prima tragen und mit Bauch sind sie dann eben ein wenig ausgefüllter (und vorne kürzer :P).

Mit spezieller Umstandskleidung habe ich weniger gute Erfahrungen gemacht. Sie kostet viel Geld, kann nach der Geburt kaum noch getragen werden und ist auch nicht immer schön anzusehen. Wenn ich in allseits bekannten Geschäften in der Mama-Abteilung stehe, überkommt es mich jedes mal. Ganz selten ist ein wirklich schönes Oberteil, das nicht schon wieder gestreift ist, dabei. Am meisten irritieren mich jedoch die (Super) Skinny Jeans. Ob schwanger oder nicht, ich zwänge mich nicht gerne in Hosen, in denen ich nicht sitzen kann, weil es überall knatscheng ist. Bequem muss es sein!

Ich habe – was Kleidung in der Schwangerschaft und auch in nicht schwangerem Zustand betrifft – sehr gute Erfahrungen mit Hosen von Winshape gemacht. Diese gibt es in vielen Farben, sehr schön fallendem Stoff (super geeignet für Frühling und Sommer) und der Bauch hat auch Platz drin (siehe Link, das Modell hat einen super hohen Bund) [Nein, das ist keine Kooperation/Werbung und auch nicht gesponsort, sondern einfach nur ein Tipp von mir für euch. 🙂 ]

Brauche ich ein Stillkissen? Ich hatte seit Zwerg 1 (vor 16 Jahren) ein Stillkissen, welches ich auch in den folgenden Schwangerschaften benutzte, da es unheimlich bequem zum Schlafen war. Dieses Stillkissen habe ich dann nach Zwerg 3 weggegeben, da ich nicht plante weitere Kinder zu bekommen. Tjahahahaha…
Nun habe ich für mich und den Bauchzwerg ein neues erstanden. Diesmal nicht ganz so groß, aber äußerst hilfreich in der Seitenlage und sicherlich auch später beim Stillen oder Positionieren des Babys. Ich mag schon gar nicht mehr ohne! Da es nur 18€ gekostet hat, habe ich nicht lange überlegt.

Still-BHs kann man kaufen, muss man aber nicht. Sie sind schon praktisch mit ihre Luke zur Andockstation, den breiten Trägern und dem zumeist aus Baumwolle bestehenden Stoff. Aber kann man nicht auch in anderen BHs stillen? Klar kann man. Ausprobiert habe ich einiges und kann sagen, dass auch „normale“ BHs geeignet sind. Solange der Bügel nicht kneift, man die Brust (ohne den ganzen BH auszuziehen) aus dem Körbchen bekommt und man nicht darauf erpicht ist, dass das Ding bloß keine Milchflecken abbekommt. Kurzum: Bustier oder BH aus angenehmem Stoff, bequem, mit breiten Trägern für genug Halt der Milchtüten, waschbar muss das Teil sein. Man sollte außerdem mindestens zwei (oder mehr) von der Sorte besitzen, Milch läuft nämlich auch mal aus. 😁

Wenn ich schon über BHs rede, kann ich auch gleich eine Etage tiefer gehen: die Sache mit den Unterhosen. Auch da gibt es in den üblichen Geschäften eine klitzekleine Auswahl für werdende Muddis. Es reichen aber auch total erotische, riesengroße Oma-Baumwoll-Schlüpper. Da geht ne Meinge rein, an Bauch und Po. Sie dienen außerdem hervorragend als Wochenbett-Unterwäsche.

Wenn man keinen menschlichen Schuhanzieher zur Seite hat (ich habe glücklicherweise 4 davon, die aber immer nur zu unmöglichen Tageszeiten anwesend sind), sollte man sich schlüpfrige Schuhe zulegen. Rein und raus nur mithilfe (oder auch ganz ohne) vom Schuhanzieher (diesmal aus Plastik, Holz oder Metall), denn irgendwann wird’s Bücken unangenehm. Keine Sorge, die Schuhe kann man auch nach der Kugelzeit noch tragen! Besonders für Tragemuttis spraktisch.

Wie handhabt ihr das so, wenn ihr in anderen Umständen seid?

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